Über uns

Ihr Architekturpartner in Bern

Wir sind ein erfahrenes Architekturbüro mit Sinn für Ästhetik, Funktionalität und Qualität. Wir gestalten Räume, die inspirieren, bewegen und nachhaltig wirken – persönlich, engagiert und praxisnah, von der ersten Idee bis zur Schlüsselübergabe. Als Architekturbüro aus Bern liegt unser Schwerpunkt auf Büroumbauten und Projekten im Bereich der physischen Sicherheit. Darüber hinaus realisieren wir Neu- und Umbauten von Geschäftsgebäuden, Einfamilienhäusern, Arztpraxen, Sporteinrichtungen sowie Alters- und Pflegeheimen. Jedes Projekt betrachten wir als individuelle Aufgabe mit eigenem Charakter, eigener Atmosphäre und eigener Bedeutung.


Juillard Architekten GmbH
Architekturbüro SIA
Breitenrainplatz 40
3014 Bern

Unsere Philosophie

Wir schaffen Orte mit Ausdruck und Identität
Orte, die verbinden und inspirieren. Ihre Vorstellungen setzen wir in Räume um, die durchdacht, lebendig und einzigartig sind. Jedes Projekt gestalten wir mit Gespür für Lebensqualität, Funktionalität und Ästhetik. Ihre Wünsche, Bedürfnisse und Ideen fliessen von Beginn an in die Planung ein; So entstehen Lösungen, die wirklich zu Ihnen passen.
Unsere Bürogrösse ist bewusst mittelgross gehalten
Sie ermöglicht einen engen persönlichen Kontakt zu unseren Kunden, kurze Entscheidungswege und eine familiäre Arbeitsatmosphäre. Wir begleiten Sie Schritt für Schritt durch den gesamten Prozess: von der ersten Idee über Planung und Bewilligung bis hin zur Umsetzung auf der Baustelle und zur Schlüsselübergabe. Dabei kümmern wir uns um alle wesentlichen Schritte und behalten Qualität, Kosten und Termine stets im Blick.
Architektur verstehen wir als Zusammenarbeit
Transparent, respektvoll und lösungsorientiert. In unserer Arbeit verbinden wir gestalterischen Anspruch mit Praxistauglichkeit, unterstützt von gesundem Menschenverstand. Hohe Anforderungen an uns selbst und an alle beteiligten Fachpartner sind für uns selbstverständlich, damit Räume entstehen, die nicht nur überzeugen, sondern langfristig bestehen.

Grenzenlos

bauen

88

Jahre Erfahrung

982

Projekte abgeschlossen

485

Kunden betreut

Unser
Prozess

kennenlernen

Wir beginnen mit dem Zuhören. Wir setzen uns mit Ihnen zusammen, um Ihre Vision, Ihre Bedürfnisse und Ihre einzigartige Geschichte zu verstehen.

2tes  gespräch

Sobald wir Ihre Vision verstanden haben, gehen wir in einem zweiten Treffen tiefer in die Materie ein.

vorprojekt

Mit den vorliegenden Details beginnen wir mit der Erstellung eines vorläufigen Entwurfs.

offerte

Basierend auf dem Vorprojekt erstellen wir eine Offerte damit Sie wissen, was auf Sie zukommt.

Unser
Team

Aktuelles Team

Alain Juillard

Dipl. Arch. FH / SIA, Geschäftsführer, Inhaber

Hans-Peter Juillard

Dipl. Arch. FH, Beratung, Gesellschafter

Nadine Schmid

Architektin BA, Projektleitung

Ruth Burri

Administration

Yayu Li Juillard

Medien & Kommunikation

Refiye Isik-Cukur

Reinigung & Unterhalt

Unsere Alumni

Nummer Name Vorname Funktion Austrittsjahr

Historie

Das Architekturbüro Juillard hat seinen Ursprung im Jahr 1939, als Herr H. Bracher und Willy Frey das Büro Bracher + Frey Architekten gründeten. Im Laufe der Zeit wechselte die Führung des Büros, was auch zu einer Änderung des Büronamens führte.



1939  Bracher + Frey Architekten (13 Jahre)

1952  Frey + Egger Architekten (8 Jahre)

1960  Frey, Egger + Peterhans Architekten (22 Jahre)

1982  Egger + Peterhans Architekten (13 Jahre)

1995  Peterhans + Juillard Architekten (4 Jahre)

1999  Juillard Architekten GmbH

Bild rechts: Ehemaliger Bürostandort an der Allmendstrasse 2 im Breitenrain

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1974
)

Christoffel-Unterführung – Stadtgeschichte unter dem Bahnhofplatz

Mit dem Umbau des Berner Bahnhofs Anfang der 1970er-Jahre wurde auch die Verbindung zwischen Bahnhof und Innenstadt neu organisiert. Die 1974 eröffnete Christoffel-Unterführung sollte die Fussgängerströme von Bahnhofplatz und Bubenbergplatz aufnehmen und gleichzeitig einen neuen innerstädtischen Raum mit Läden, Café und weiteren Dienstleistungen schaffen. Architekt der Anlage war Alois Egger BSA/SIA, Bern.

Während der Bauarbeiten kamen überraschend gut erhaltene Teile der mittelalterlichen Stadtbefestigung zum Vorschein. Entdeckt wurden Reste der Stadtmauer, der Grabenränder, Rundtürme und der ehemaligen Grabenbrücke beim Christoffelturm. Dieser hatte einst den westlichen Hauptzugang zur Stadt gebildet, war jedoch 1864 nach einer äusserst knappen Abstimmung, mit 415 gegen 411 Stimmen, abgebrochen worden.

Die historischen Funde wurden bewusst in die neue Unterführung integriert. Erhaltene Mauerstücke blieben sichtbar, während der Verlauf abgebrochener Mauern im Bodenbelag nachgezeichnet wurde. Eine Dokumentationswand erläuterte zudem die Entwicklung der Berner Stadtbefestigung. So entstand ein spannender Kontrast zwischen mittelalterlichem Mauerwerk, moderner Tragkonstruktion und den damaligen Ladenfronten.

Die heutige Bahnhofunterführung ist damit weit mehr als eine Verkehrsverbindung. Unter dem Bahnhofplatz begegnen sich bis heute verschiedene Schichten der Berner Stadtgeschichte, vom mittelalterlichen Stadttor über den Bahnhofausbau des 20. Jahrhunderts bis zur heutigen Nutzung.

(
1960
)

Kindergarten Derendingen

Frey, Egger + Peterhans Architekten

Wettbewerb

Der Wettbewerbsentwurf für einen Kindergarten in Derendingen (Kanton Solothurn) zeigt einen klar gegliederten Pavillonbau in der Formensprache der Moderne. Über einem zurückgesetzten, teils offenen Sockelgeschoss liegt ein lang gestreckter, horizontal betonter Baukörper, dessen rhythmisierte Fassade aus filigranen Rahmen, grossflächiger Verglasung und Holzelementen den Innenraum nach aussen öffnet. Die leichte, transparente Erscheinung über dem schattigen Erdgeschoss verleiht dem Bau eine schwebende Wirkung. Ein für die frühen 1960er-Jahre typischer, sorgfältig proportionierter Schulhausentwurf.

(
1982
)

Erweiterung Wohlfahrtsgebäude PTT Bern

Egger + Peterhans Architekten

Die Erweiterung des Wohlfahrtsgebäudes an der Ostermundigenstrasse 95 entstand um 1982. Das Gebäude ist Teil des ehemaligen PTT-Areals an der östlichen Stadtgrenze Berns, das zwischen den 1950er- und den 1970er-Jahren etappenweise erstellt wurde. Sein weithin sichtbares Wahrzeichen ist das 75 Meter hohe PTT-Hochhaus (1967–1972), nach dem Münster das höchste Gebäude der Stadt. Das Wohlfahrtsgebäude mit Personalrestaurant gehörte zu den ersten Bauetappen dieses Ensembles; mit der Erweiterung von 1982 wurde es den wachsenden Bedürfnissen des Betriebs angepasst.

(
1972
)

Forschungs- und Entwicklungszentrum OMU93 «Hochhuus»

Frey, Egger + Peterhans Architekten

Planungsbeginn 1967

Fertigstellung 1972



Das Forschungs- und Entwicklungszentrum OMU93 (Ostermundigenstrasse 93, 3006 Bern) der ehemaligen Generaldirektion der PTT, heute Swisscom und Schweizerische Post, wurde zwischen 1967 und 1972 von den Berner Architekten Willy Frey, Alois Egger und Werner Peterhans errichtet. Das 75 Meter hohe Hochhaus ist nach dem Münster das höchste Gebäude der Stadt Bern und im Bauinventar als schützenswert eingestuft. Charakteristisch ist die als filigrane Scheibe ausgebildete, auf Pfeilern aufgeständerte Struktur mit vorgehängten Brise-Soleil-Elementen, eine gestalterische Anlehnung an Le Corbusier.

Ursprünglich beherbergte das Gebäude Büroräumlichkeiten, Material- und Prüflabore, drahtlose und leitergebundene Nachrichtentechnik, Faradaykäfige sowie eine Computeranlage; unter anderem wurde hier das erste nationale Autotelefon (Natel) entwickelt. Nach einem Innenumbau mit neuer Raumaufteilung in den Jahren 2000 und 2001 nutzte die Swisscom das Hochhaus bis 2014, anschliessend diente es verschiedenen Start-ups, Kreativen und Kulturschaffenden als Zwischennutzung.

Seit 2024 wurde das Gebäude unter dem Namen «Hochhuus» umfassend saniert und umgenutzt. In den 17 Obergeschossen sind heute Mietwohnungen, im Erdgeschoss Gewerbe- und Dienstleistungsflächen untergebracht. Den Abschluss bildet eine gemeinschaftlich nutzbare Dachterrasse auf 75 Metern Höhe mit Weitsicht über die Stadt und die Alpen.

(
1970
)

Tram-Perron Bahnhofplatz, Bern

Frey, Egger + Peterhans Architekten

Auf dem Bahnhofplatz Bern überdachte eine schirmförmige Betonkonstruktion die Tramperrons, ein markantes Wartedach im Stil der Nachkriegsmoderne. Es entstand im Umfeld der grossen Erneuerung des Berner Bahnhofs, der zwischen 1957 und 1974 neu errichtet wurde. Mit dem Bahnhofneubau wurde auch der Bahnhofplatz als zentraler Knotenpunkt des städtischen Verkehrs neu organisiert.

Die plastisch geformte Überdachung prägte über Jahrzehnte das Erscheinungsbild des Platzes, bis sie im Zuge der Neugestaltung des Bahnhofplatzes (2007/2008) durch den heutigen gläsernen «Baldachin» ersetzt wurde.

(
1965
)

Stadthaus Olten

Frey, Egger + Peterhans Architekten



Das wachsende Stadtzentrum von Olten benötigte in den 1950er-Jahren eine neue Verwaltungsstätte. 1957 schrieb die Stadt einen Architekturwettbewerb aus, dessen ersten Preis die Solothurner Architekten Bruno und Fritz Haller errangen. Zur Ausführung gelangte jedoch der Entwurf von Willy Frey und Alois Egger, ab 1960 ergänzt durch Werner Peterhans, der durch seine überzeugende Funktionalität und seine etappenweise Realisierbarkeit überzeugte. Gebaut wurde von 1963 bis 1965; im November 1965 konnte die Stadtverwaltung das Stadthaus beziehen.

Die Anlage gliedert sich in ein elfgeschossiges Scheibenhochhaus mit den Verwaltungsräumen und einen eingeschossigen, verglasten Sockelbau mit dem Gemeinderatssaal. Das Hochhaus erhebt sich auf paarweise schräg zulaufenden Pfeilerscheiben; seine Fassaden sind von einem feingliedrigen Sichtbetonraster überzogen, dessen Lamellen zugleich Sonnenschutz und schmale Austrittsbalkone bilden. Über dem Sockelbau liegt eine als Garten gestaltete Dachterrasse. Das Oltner Stadthaus gilt als eines der Hauptwerke des Büros und als bedeutendes Zeugnis der Schweizer Nachkriegsmoderne in der Tradition Le Corbusiers.

(
1965
)

Fernheizkraftwerk der Stadt Bern

Frey & Egger / Frey, Egger + Peterhans Architekten
Bauleitung: Alois Egger
Planung ab 1959, Ausführung 1961–1965

Mit dem Fernheizkraftwerk am Warmbächliweg, in der Nähe des Inselspitals, wurde die bestehende Kehrichtverbrennungsanlage der Stadt Bern (1954) um einen grossen Werkteil erweitert. Erstmals in Europa verband man hier eine Kehrichtverbrennungsanlage mit einem Fernheizkraftwerk: Die bei der Verbrennung anfallende Abwärme wurde gemeinsam mit zwei ölgefeuerten Sulzer-Strahlungskesseln genutzt, um Verwaltungs-, Spital- und Schulbauten sowie die Neubauten von Bahnhof und PTT mit Fernwärme und Dampf zu versorgen. Über eine Kondensations- und eine Gegendruckturbine erzeugte das Werk zusätzlich elektrische Energie für das städtische Netz.

Die Architekten fügten die technisch anspruchsvollen Maschinenanlagen in einfache, kubische Baukörper: Turbinen- und Kesselhaus in Eisenbeton, ergänzt durch eine Rückkühlanlage mit zwei Ventilator-Kühltürmen und einen rund 80 Meter hohen, in Gleitschalung erstellten Kamin. Die Anordnung der Hauptbaukörper ergab sich folgerichtig aus dem Betriebsablauf von Wärmeerzeugung, Stromerzeugung und Wärmetransport. Die Planung erfolgte ab 1959 in Zusammenarbeit mit der Firma Gebr. Sulzer AG; nach rund drei Jahren Bauzeit nahm die Anlage zu Beginn der Heizperiode 1964/65 den Betrieb auf, die Bauarbeiten wurden Ende 1965 abgeschlossen.

Die Anlage stand bis 2015 in Betrieb. Nach der Verlagerung der Kehrichtverwertung in die Energiezentrale Forsthaus (2012/2013) wurde sie abgebrochen; auf dem Areal entstand die Wohnüberbauung «Holliger». Das Bauwerk ist heute nicht mehr erhalten.

(
1965
)

Matthäuskirche Rossfeld, Bern

Frey, Egger + Peterhans Architekten

Ausführung: 1962-1965



Die kirchliche Baugruppe liegt an historisch und topografisch markanter Stelle auf einem von der Aare umflossenen Geländerücken der Engehalbinsel, in unmittelbarer Nachbarschaft zu den Überresten eines gallo-römischen Theaters. Mit diesem runden «Arena»-Motiv treten die Bauten bewusst in Dialog: Die tetraederförmige Kirche, der rechteckige Kubus des Kirchgemeindehauses und der hochstrebende Turm sind in ihrer Gegensätzlichkeit auf das Rund der Arena bezogen. Während die Bauten ebenerdig vom Kirchplatz erschlossen sind, wurde das Terrain rund um die Kirche auf das Niveau der Arenamauern angehoben, sodass der Bau stark erdgebunden wirkt.

Der über einem gleichseitigen Dreieck errichtete, zeltartige Kirchenraum schafft ein dichtes Gemeinschaftsgefühl; sein Dach hebt sich durch ein umlaufendes Oberlichtband vom Terrain ab und sorgt für die Hauptbelichtung. Der freistehende, rund 30 Meter hohe Glockenturm aus Sichtbeton ist begehbar und unterirdisch mit der Kirche verbunden. Das auf Stützen gestellte Kirchgemeindehaus öffnet sich mit einem teilweise offenen Erdgeschoss zum Kirchplatz; das Pfarrhaus ist als separater Bau in die Hangkante eingefügt. Das Ensemble gilt als Markstein des protestantischen Sakralbaus der Schweizer Nachkriegszeit. Kirche, Turm und Sakristei sind im Bauinventar als schützenswert, Kirchgemeinde- und Pfarrhaus als erhaltenswert eingestuft.

(
1966
)

Zwinglikirche Biel

Frey, Egger + Peterhans Architekten

Ausführung: 1963-1966

Die reformierte Zwinglikirche samt Gemeindezentrum liegt im Bieler Wohnquartier Bözingen, eingebettet in die Ausläufer des Bözingenbergs. Sie ist ein klar durchkomponierter Sichtbetonbau in der zeittypischen Formensprache des Brutalismus der 1960er-Jahre und gilt als eines der Hauptwerke des Büros Frey, Egger + Peterhans. Charakteristisch ist der Glockenturm aus zwei gestuften, zueinander versetzten Sichtbeton-Wandscheiben, zwischen die vier Betonkörper als Glockengeschoss gefügt sind. Das zum Tal orientierte Gemeindezentrum erhält seine Prägung durch eine fein gegliederte Südostfassade, deren Betonschotten als markante «Brise-Soleil» wirken.

Der Innenraum ist bewusst reduziert und lebt von prägnanten Materialkontrasten – Sichtbeton, grauschwarzer Schiefer und helles Holz. An der hangseitigen Wand befindet sich das mehrteilige Relief «Verkündigung und Welt» des Bildhauers Ödön Koch. Bei der umfassenden Sanierung 2009 (Meier Bachofner Hächler Architekten, Nidau) gelang es, die ursprüngliche Betonstruktur zu bewahren und damit ein wertvolles Zeitzeugnis zu erhalten.

(
1961
)

Schulanlage Aebnit, Muri bei Bern

Frey + Egger Architekten (Ausführung)
Ulrich Huttenlocher (Preisträger Wettbewerb 1956)

Planung ab 1957, Fertigstellung 1961

Die Schulanlage Aebnit an der Aebnitstrasse in Muri bei Bern geht auf einen Wettbewerb von 1956 zurück, dessen Preisträger Ulrich Huttenlocher war; die Ausführung lag bei Frey + Egger Architekten. Entstanden ist eine gegliederte Pavillonanlage in der klaren Formensprache der Moderne, bestehend aus zwei Klassentrakten, einer Turnhalle und einem Aulagebäude. Die einzelnen Baukörper sind durch einen offenen, von schlanken Stützen getragenen Verbindungsgang locker zu einem Ensemble gefügt, das sich zur umgebenden Landschaft öffnet.

Charakteristisch ist die feingliedrige, horizontal betonte Architektur mit grossflächiger Verglasung, leichten Konstruktionen und sorgfältig proportionierten Übergängen zwischen Innen- und Aussenraum. Ein typisches Beispiel des Schulhausbaus der späten 1950er- und frühen 1960er-Jahre.

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1958
)

Muribad Bern (Aarebad Muri)

Frey + Egger Architekten (Erstauftrag)
Frey, Egger + Peterhans (Garderobengebäude)

Das Muribad, heute Aarebad Muri, liegt direkt an der Aare am Rand von Muri bei Bern. Als Flussbad mit eigenen Schwimmbecken verbindet es zwei Badeformen an einem Ort: das Schwimmen in der Aare und das gefasste Beckenbad. Die langgestreckte Anlage ist sorgfältig in die Uferlandschaft eingebettet; das Hauptbecken liegt parallel zum Aaredamm, eingefasst von grosszügigen Liege- und Grünflächen mit Blick über den Fluss zum bewaldeten Gegenhang.

Die zurückhaltende, flach gehaltene Architektur ordnet sich bewusst der Landschaft unter und lässt dem Naturraum den Vortritt. Ein Ansatz, der dem Bad bis heute seinen offenen, landschaftsbezogenen Charakter bewahrt hat.

(
1956
)

Sport- und Ausstellungshalle Allmend Bern (Projekt)

Bearbeitung: W. Peterhans in Zusammenarbeit mit einer Architektengemeinschaft (P. Indermühle, H. und G. Reinhard, W. Schwaar)
Auftrag der Stadt Bern
Planung 1956–1957 (nicht ausgeführt)

Das Projekt für eine Sport- und Ausstellungshalle auf der Berner Allmend entstand 1956–57 im Auftrag der Stadt Bern. Vorgesehen war eine Sporthalle mit Hängedach von rund 80 Metern Spannweite, nutzbar für Eishockey, Tennis, Basketball und weitere Sportarten. Durch das vollständige Entfernen der Zuschauertribünen liess sich die Halle in eine Ausstellungshalle umwandeln.

Die Anlage war am Pulverweg situiert, zusammen mit der bestehenden Festhalle und einer Parkierung für 550 Wagen. Das charakteristische Hängedach spannte sich über zwei kräftige, schräg gestellte Pylonenscheiben an den Stirnseiten und verlieh dem Bau seine markante, geschwungene Silhouette. Das Projekt kam nicht zur Ausführung.

(
1954
)

Katholische Feldkapelle des Pfadfinderlagers Kandersteg

Werner Peterhans
Bauherrschaft: Verband katholischer Pfadfinder

Die katholische Feldkapelle entstand für das Pfadfinderlager in Kandersteg im Berner Oberland, auf dem Areal des heutigen Internationalen Pfadfinderzentrums (KISC) am südlichen Ortsrand. Der kleine Sakralbau besteht aus einer schlichten, geschlossenen Mauerscheibe und einem markant aufragenden, asymmetrisch geneigten Dach, das sich wie ein aufgeschlagenes Zelt über den offenen Andachtsraum spannt. Eingebettet in die Bergkulisse und ergänzt durch ein freistehendes Kreuz, fügt sich die Kapelle bewusst zurückhaltend in die Landschaft ein.

Der Entwurf geht auf einen Projektwettbewerb zurück, mit dem Werner Peterhans sein Eidgenössisches Kunststipendium erlangte. Ein frühes Werk, lange bevor er Partner im Büro Frey, Egger + Peterhans wurde.

(
1954
)

Kehrichtverbrennungsanlage der Stadt Bern

Frey + Egger Architekten
Ingenieur: Adolf Flury
Planung 1952, Fertigstellung 1954
Auszeichnung guter Bauten der Stadt Bern 1954

Mit der Kehrichtverbrennungsanlage am Warmbächliweg im Quartier Holligen wurde 1954 die Abfallentsorgung der Stadt Bern auf eine neue Grundlage gestellt. Zuvor war der Kehricht jahrzehntelang nach Witzwil gebracht und dort kompostiert worden. Eine Lösung, die nicht mehr zeitgemäss war. Nach einem 1951 bewilligten Kredit und gut zweijähriger Bauzeit ging die Anlage am 1. September 1954 in Betrieb; sie verbrannte den städtischen Kehricht in zwei Öfen und nutzte die dabei anfallende Wärme. Damit verband Bern als erste Stadt Europas die Kehrichtverbrennung mit einer Fernwärmenutzung.

Architektonisch fassten Frey + Egger die technische Anlage in klare, kubische Baukörper, gegliedert durch ein feingliedriges Fensterraster und überragt vom hohen Kamin. Eine sachliche, der Nachkriegsmoderne verpflichtete Industriearchitektur, die 1954 mit der Auszeichnung guter Bauten der Stadt Bern gewürdigt wurde. Der Bau bildete den Ausgangspunkt für die spätere Erweiterung zum Fernheizkraftwerk (1961–1965). Bis 2015 in Betrieb, wurde die Anlage nach der Verlagerung der Kehrichtverwertung in die Energiezentrale Forsthaus abgebrochen; auf dem Areal entstand die Wohnüberbauung «Holliger».