Kirche St. Marien im Breitenrain

Behutsame Erneuerung eines bedeutenden Baudenkmals
Die Kirche St. Marien in Bern wurde zwischen 1930 und 1933 nach den Plänen des renommierten Architekten Fernand Dumas erbaut. Als bedeutendes Zeugnis moderner Sakralarchitektur des 20. Jahrhunderts ist sie aufgrund ihrer architektonischen und kulturellen Bedeutung im Inventar der kantonalen Denkmalpflege eingetragen.
Im Zuge der liturgischen Erneuerungen nach dem Zweiten Vatikanischen Konzil wurde der Chorraum in den 1960er-Jahren erstmals umgestaltet. Rund drei Jahrzehnte später entstand in enger Zusammenarbeit mit dem Künstler Alois Spichtig ein neues Gesamtkonzept für den Kirchenraum. Ziel war es, die Liturgie stärker in die Mitte der Gemeinde zu rücken und gleichzeitig den architektonischen Charakter der Kirche zu bewahren.
Im Rahmen der 1998 abgeschlossenen Gesamterneuerung wurde der Altarbereich vom Chorraum ins Kirchenschiff verlegt und als zentrale Altarinsel neu gestaltet. Sämtliche liturgischen Orte wurden räumlich zusammengefasst und bilden heute das Herzstück des Kirchenraums. Die vorderen Bankreihen wurden durch eine flexible Bestuhlung ersetzt, wodurch der Raum vielseitiger genutzt werden kann.
Ergänzend dazu wurden Decken, Wände, Glasfenster und die gesamte Beleuchtung sorgfältig saniert und den heutigen Anforderungen angepasst. Die Sanierung verbindet den respektvollen Umgang mit der denkmalgeschützten Bausubstanz mit einer zeitgemässen liturgischen und funktionalen Nutzung und verleiht der Kirche bis heute ihre besondere Atmosphäre.



